Hier könnt ihr etwas über meine Beziehung zu Computern erfahren. Wie kam ich überhaupt dazu, mich mit den Kisten rumzuärgern? Gab es denn keine anderen Möglichkeiten des Zeitverteibs für mich? Auf die letzte Frage weiß ich heute eigentlich auch keine Antwort mehr, die erste kann ich eindeutig beantworten. Commodere brachte Anfang der 80er Jahre im letzten Jahrhundert seinen legendären Computer C64 auf den Markt. Damit wurde die Welle der Homecomputer losgetreten, erstmals waren Computer nicht so sündhaft teuer, dass sie nur Betuchte kaufen konnten. Er entwickelte sich zu einem Kassenschlager und wurde so etwas wie ein Volkscomputer.
Da wollte ich mit meinen Brüdern nicht abseits stehen und unsere Eltern schenkten uns 1982 den langersehnten C64. Natürlich habe ich damals hauptsächlich damit gespielt. Teilweise habe ich auch ein wenig in Basic programmiert und mich erstmals mit Textverarbeitung beschäftigt (Viza Write). Dies war sehr wichtig, da ich mich ständig vertippe oder den Text nachträglich verändere. Jetzt konnte ich endlich Texte verbessern, bevor sie gedruckt wurden, ohne Tip-Ex einsetzen zu müssen.
Ihr kennt den C64 nicht, kein Problem, da kann ich Abhilfe leisten. Der vielleicht wichtigste Unterschied zu heutigen Computern, der C64 hatte keine Festplatte. Was ich nicht auf Diskette (5,25") oder Kassette (die gleichen, die für Audioaufnahmen verwendet werden) gespeichert hatte war nach dem Ausschalten weg. Aber die Diskettenlaufwerke und die Datasette (für Kassetten) waren nicht in den Computer integriert, sondern externe Geräte. Weiterhin hatte der C64 noch keine Maus, er konnte nur über die Tastatur bedient werden. Für die Spiele gab es noch die Möglichkeit, bis zu zwei Joysticks anzuschließen.
Habt ihr nun Interesse am C64? Keine Angst ihr braucht ihn nicht kaufen. Es gibt zahlreiche Emulatoren für den PC, die das alte C64 Look and Feel erzeugen. Das ganze könnt ihr euch einfach aus dem Internet herunterladen. Dort findet ihr auch gleich die passenden Spiele dazu. Eine empfehlenswerte Seite ist C64 Emulatoren und Spiele.
Irgendwann 1990 hat sich mein Bruder einen PC (386DX mit 33MHz Taktfrequenz und 100MB Festplatte) gekauft. Diesen durfte ich mitbenutzen, denn Geld für einen eigenen hatte ich damals noch nicht. Damit begann für mich der Einstieg in die Welt von Bill Gates mit allen bekannten Ärgernissen. Damals war das Betriebssystem noch MS DOS mit der grafischen Oberfläche Windows 3.1. Jetzt nutzte ich den Computer mehr als Arbeitsgerät, seltener noch zum Spielen. Aber das Programmieren hatte ich aufgegeben, war mir irgendwie zu "trocken".
Während meines Studiums lernte ich zum ersten Mal Workstations und das Betriebssystem UNIX kennen. Damit kam ich zum ersten Mal mit einem multitaskingfähigen System in Kontakt (Windows 3.1 konnte dies nicht). Im weiteren Verlauf kam ich 1994 erstmals mit dem Medium in Kontakt, das heute in vielen Bereichen unseres Lebens vordringt und mir heute meinen Arbeitsplatz sichert, das Internet.
Im Oktober 1998 war es dann endlich soweit, ich kaufte meinen ersten Computer und ich war richtig stolz darauf. Gemessen an heutigen Stand der Technik ist er eigentlich schon hoffnungslos "veraltet". Trotzdem erfüllt er noch seinen Zweck und leistet mir treue Dienste. Außerdem habe ich einiges nachgerüstet. Wie sieht er denn nun aus, zunächst die Fakten:
Noch etwas zur Herkunft des ursprünglichen Computers, ich habe ihn beim "Systemhaus Albrecht", besser bekannt als ALDI, gekauft. Ja hiermit bekenne ich mich dazu, einer derjenigen zu sein, die ihren Computer beim Discounter und nicht im Fachgeschäft kaufen. Damals war aber noch nicht so viel Geld in meinem Geldbeutel und ich bin leider nicht von unser aller Ex-Kanzler Helmut Kohl mit "Bimbes" bedacht worden (*heul*). War wohl nicht wichtig genug, schade.
Im Dezember 2002 war es dann wieder soweit, ich schaffte mir einen "Zweitcomputer" an, eine Indy von Silicon Graphics. Sieht richtig schick aus, der Rechner mit seinem türkisfarbenen Gehäuse. Was ist denn eine Indy, werden sicher jetzt einige fragen. Nun dies ist eine Workstation, die für Bild- und Tonbearbeitung entwickelt wurde. Den ersten Kontakt mit Computern von Silicon Graphics hatte ich während meiner Diplomarbeit. Da ich gut damit zurechtgekommen bin, dachte ich, kaufe ich mir auch eine. Und gebraucht sind die dann auch nicht mehr so teuer. Verwenden will ich die Indy für Grafik- und Tonbearbeitung sowie Layout. Auch hier noch einige Fakten:
Meine beiden Computer sind über ein Peer-to-Peer-Netzwerk miteinander verbunden.
Jetzt hat der aber genug zu Computern geschrieben, aber was mache ich eigentlich damit? Am häufigsten nutze ich den Rechner immer noch zum Tippen von Texten. Daneben benutze ich meinen Computer zur Bildbearbeitung. Schließlich wollen die eingescannten oder mit meiner Digitalkamera aufgenommen Bilder noch bearbeitet sein. Über die Nutzung des Internet habe ich auch wieder angefangen zu programmieren. Dabei handelt es sich hauptsächlich um HTML und ein bisschen JavaScript. Mit diesen neugewonnenen Erkenntnissen war es mir dann möglich, meine eigene Website zu gestalten. Auch hier gilt mein Grundsatz, von der Stange gibt es nicht, die ganze Seite ist auf meinem Mist gewachsen. Gut ich gebe zu, etwas Hilfe hatte ich schon, Stefan Münz mit seiner Seite selfHTML.
In letzter Zeit beschäftige ich mich auch noch mit Linux, das mir als Betriebssystem besser gefällt als das Produkt aus Redmont. Weiterhin ist mir das frei verfügbare Open Source Betriebssystem "ideologisch" lieber, hier wird nicht versucht, Wissen zurück zu halten, um dann den Markt mit eigenen (teils durchschnittlichen) Produkten zu überschwemmen und eine quasi Monopolstellung zu erreichen.
Auch der Erfolg des Internet beruht darauf das es für jedermann frei zugänglich ist. Hier hatte der Erfinder des World Wide Web (WWW), Tim Berners-Lee auch nicht versucht, aus seiner Erfindung Kapital zu schlagen. Hätte er dies getan, wäre er vermutlich heute mehrfacher Millionär, vielleicht hätte sich das WWW aber als kommerzielles Produkt gar nicht so schnell verbreitet oder wäre nur einem elitären Kreis mit dem nötigen "Klimpergeld" vorbehalten gewesen?